Grüße aus dem Kahlgrund

Wer steckt hinter den Namen? Welche Maschine? Was hat Dich zur GTR gebracht?
Hier bitte nur Vorstellung (ggf. mit Bild). Keine Kommentare.Danke!

Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » So 1. Nov 2015, 20:56

Ich stöbere schon seit einer Stunde hier im Forum. Nun habe ich mich angemeldet.

Ich bin seit 2 Tagen stolzer Besitzer einer GTR 1000 Bj 85.

Ich hatte mich mit fixer Idee im Internet umgetan und bin schließlich nach vielen Berichten über die Zuverlässigkeit und meinem Gefühl folgend bei meiner GTR 1000 hängen geblieben und habe sie vor zwei Tagen mit Hänger aus dem Ruhrgebiet abgeholt. Jetzt steht sie nach einem Tag putzen und Kennenlernen sauber im Garten und ich stolz davor...

Mh - fahren muss ich das Ding auch noch, Grübel. Ich bin bestimmt 25 Jahre kein Motorad gefahren. Mein letztes Moped war eine RD250 Baujahr 73 geringfügig modifiziert. Ein Fahrrad gegen diesen dicken Klotz im Garten.

Also bin ich heute morgen (hoffentlich ohne Nachbarliches Gelächter) zur Tankstelle gallopiert. Gottseidank nur 1km. Dann tief Luft holen und ab zum nächsten großen Parkplatz beim Supermarkt.

Nach 2 Stunden Kreise und 8-ten, Anfahren, aufstoppen und Slalom ziehen haben wir uns angefreundet. Das geht super (rechts herum etwas steif) - selbst mit den knapp 300 kg und mir oben drauf. Dann ab auf die Landstraße. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Bei ordentlich Drehzahl höre ich noch einige Frequenzen von damals heraus. Schön. Gut so. Gutes Motorad!

So, jetzt bin ich bei der GTR angekommen. Ich hoffe, ich lerne einige nette Leute kennen.

Ich habe eine Frage gleich zu Beginn: ich hatte in einem Beitrag gelesen, das die Motoren bis Bj 92 Blei benötigen. Das hatte ich im Internet nicht gefunden. Sollte ich Bleiersatz zugeben ?

Gruss Berni

hier wollte ich ein Bild einstellen. Keine Ahnung wie. Ich versuche es später noch einmal
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon Eifelgeist » So 1. Nov 2015, 21:39

Hi,
ich habe eine GTR Bj. 1986.........die fährt auch ohne Bleizusatz. jedenfalls bis dato noch keine Probleme mit dem Motor. Laufleistung knapp 300 Tsd Kilometer.
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » So 1. Nov 2015, 22:06

Hallo in unserer Runde, schön daß auch du zu uns gefunden hast.

zu deinen Fragen:

Bleiersatz - nicht nötig.
aber mineralisches 15w-50 Motorradöl in ausreichender Menge sollte immer drin sein, und ab und zu mal eine Tankfüllung mit 100Oktan (zur Reinigung von Vergaser und Kraftstoffsystem) schadet auch nicht.

es kann passieren, daß bei den frühen Baujahren (bis 92) die Einlassventile den Geist aufgeben.
Das passiert in der Regel bei etwa 70.000 - 90.000km Laufleistung.

bei allem was darüber hinaus geht, wurden die Ventile mit 95% wahrscheinlichkeit schon getauscht, und sind somit kein Thema mehr.
Dann kann ( nicht muß) es auch pasieren daß Pitting an den Nockenwellen auftritt. das betrifft aber hauptsächlich die späteren Baujahre ab ca 2000, und meistens Motoren die nicht ordentlich warmgefahren wurden.

sonst macht die Dicke eigentlich keine Probleme, motortechnisch ist sie mit GPz900, und GPZ1000RX bis auf ein paar Details identisch.

Wenn du Fragen hast, gib Laut, wir helfen wo immer es geht, außer bei Schwangerschaftsabbrüchen und Ehe- bzw. Beziehungsfragen sind wir nicht zuständig.

Gruß vom Bodensee, Ralf
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » So 1. Nov 2015, 22:30

berni hat geschrieben:
Mein letztes Moped war eine RD250 Baujahr 73 geringfügig modifiziert. Ein Fahrrad gegen diesen dicken Klotz im Garten.


Mein letztes Moped war eine KTM comet Grand Prix 50cc.. also gegen die GTR dann eher ein Kinderfahrrad...

berni hat geschrieben:
Nach 2 Stunden Kreise und 8-ten, Anfahren, aufstoppen und Slalom ziehen haben wir uns angefreundet. Das geht super (rechts herum etwas steif) - selbst mit den knapp 300 kg und mir oben drauf. Dann ab auf die Landstraße. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Bei ordentlich Drehzahl höre ich noch einige Frequenzen von damals heraus. Schön. Gut so. Gutes Motorad!


Bei mir wars so:
1979 den Führerschein gemacht, für PKW und Motorrad.
Das Fahrschulmotorrad war eine Honda cb400 four. dann nie wieder auf einem motorisierten Zweirad draufgesessen.

Dann 7 Jahre nach der Scheidung, also 2004 lief mir das Ding über den Weg, mein erster Gedanke war : wenn nicht jetzt, wann dann?
der zweite war boah, fettes Teil, Gewicht wie ein Güterzug, und 115 PS - Mörder!
(die cb400 hatte grade mal 35 PS, und die KTM 6,25 PS..)
dann kam die erste Ausfahrt: seeehr vorsichtig ließ ich das Ding anrollen, und gsd war wenig Verkehr, so daß ich nicht gleich in die Bredouille kam.
die ersten paar Kilometer hatte ich riesen Respekt vor knapp 300kilo und 115 PS.
Die ersten Kurven gingen noch seeehr langsam, und fast ohne Schräglage.
Der Bregenzerwald und die Alpenstrassen sind aber ein gutes Gebiet zum lernen, und so lief ich nach kurzer Zeit auf eine Gruppe Flachlandchopper auf, und hab mich drangehängt.
Ein alles überragender Gedanke war: "wenn die nicht schneller sind, kann ich da locker mithalten"

Mittlerweile gehts schon etwas besser.

berni hat geschrieben: Ich hoffe, ich lerne einige nette Leute kennen.


Stichwort Treffen: einfach hier im Forum nachschauen.
Auch im FB gibts ab und zu Hinweise auf Treffen.
https://www.facebook.com/groups/249968838380529/




berni hat geschrieben:hier wollte ich ein Bild einstellen. Keine Ahnung wie. Ich versuche es später noch einmal


unterhalb vom textfeld (wenn du einen Beitrag schreibst) finden sich zwei Karteireiter "Optionen" und "Dateianhang hocladen"

das sieht dann etwa SO aus:
Hier im Juli 2015 bei Füssen / Neuschwanstein
DSC03023.JPG
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » So 1. Nov 2015, 23:16

Hallo Ralfgtr!

danke für die nette Antwort. Seltsam - manches trifft doch auf den Kopf....

Ich hoffe, ich kann nun mit Deiner Hilfe ein Bild hochladen. Ich bin doch recht stolz auf das schmucke Ding. Habe ich gut geputzt.
Das Bleithema hatte mich etwas irritiert. Nun, bei mir stehen jetzt 65.000 km auf dem Tacho, Aber da könnte auch noch eine 1 vorstehen. Das letzte Rädchen am Tacho ist ja im Gehäuse stecken geblieben.. Aber ich denke Sie sieht nach echten 65t km aus.

Gruss
Berni
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » So 1. Nov 2015, 23:37

schönes Teil,
und ja, sieht nach 65.000 aus, obwohl, das hat nichts zu sagen. meine hat mittlerweile 140.000.
aber wenn dir langweilig ist: meine könnte auch eine Putzorgie vertragen...
65000 - hmmm, evtl wurden die Ventile schon gemacht.
wenn nicht, kann folgendes auf dich zukommen.
Also, wenn der Intervall zum Ventilspiel einstellen immer kürzer wird, ist es an der Zeit bei Abständen von 1500 km die Einlassventile zu wechseln.

Dazu muß der Zylinderkopf runter, der Motor kann aber eingebaut bleiben.

Ein versierter Schrauber macht sowas in relativ kurzer Zeit.
Ein Ventil kostet zwischen 13,50 und 25,- €ier, je nach Anbieter. (im www)
Du brauchst 8 Stck davon, plus Ventilschaftkappen.
Kopfdichtung kann weiter verwendet werden wenn sie okay ist, ich würde aber sicherheitshalber eine neue verwenden.

bei der Gelegenheit kann man auch die Steuerkette auf Verschleiß /Dehnung prüfen, und ggf. ersetzen.

Man kann die Arbeit auch selber machen, wenn man sich übers Ventile einschleifen drübertraut. Der Rest ist keine große Sache. Werkstathhandbuch ist das sehr hilfreich.

wenn das erledigt ist, sind auch 200.000 km ohne weiters möglich.
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon audiomick » Mo 2. Nov 2015, 15:51

Hallo Berni,
Willkommensgruß auch von mir. :)

Wenn Du selber an der Kiste schrauben willst, kann ich nur Ralf's Empfehlung des Werkstatthandbuchs wiederholen. Es ist wirklich sehr gut. Um welten besser, z.B., als das Buch zu meiner V35 Imola Moto Guzzi... ;)

Ich habe ein Englischsprachiges über E-Bay gefunden. Preis war, glaube ich, €30,- . Ich hatte über einem Kawasaki Händler versucht, das Buch zu holen, bekam aber zu hören, dass es das Buch nicht gäbe. Vielleicht ist das für aktuelle Maschinen tatsächlich wahr. Alles Computerbasiert, nur noch digital, usw. . Tatsache ist, das Buch hat eine Kawasaki Ersatzteilnummer hinten drauf, und sollte demnach eigentlich bestellbar sein. Vielleicht kann hier jemand die Nummer für die Deutsche Ausgabe sagen. Meins ist, wie gesagt, Englisch ( meine Muttersprache...). Am sonsten, bei E-Bay suchen...
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » Mo 2. Nov 2015, 23:02

ralfgtr hat geschrieben:schönes Teil,
und ja, sieht nach 65.000 aus, obwohl, das hat nichts zu sagen. meine hat mittlerweile 140.000.
aber wenn dir langweilig ist: meine könnte auch eine Putzorgie vertragen...


Hallo Ralfgtr,
ich bin schon zur Phase "wieder schmutzig machen" übergegangen.

Danke für die Tips! Es kommen aber auch immer wieder neue Sachen: heute wollte ich einmal den Ölstand prüfen. Ich drehe den Schraubdeckel ab. Und? kein Ölstab dran! Denmuss jemand verschluckt haben. Elektronisch wird es ja wohl noch nicht gewesen sein vor 30 Jahren....

es bleibt immer spannend!

Eifelgeist hat geschrieben:ich habe eine GTR Bj. 1986.........die fährt auch ohne Bleizusatz. jedenfalls bis dato noch keine Probleme mit dem Motor. Laufleistung knapp 300 Tsd Kilometer.


Hallo Eifelgeist, 300Tsd ist ein Wort, Bei so viel Zuverlässigkeit beginne ich mein Moped zu lieben! Da habe ich wohl wirklich etwas gutes erwischt.
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » Mo 2. Nov 2015, 23:06

audiomick hat geschrieben:Hallo Berni,
Willkommensgruß auch von mir. :)

Wenn Du selber an der Kiste schrauben willst, kann ich nur Ralf's Empfehlung des Werkstatthandbuchs wiederholen. Es ist wirklich sehr gut. Um welten besser, z.B., als das Buch zu meiner V35 Imola Moto Guzzi... ;)

Ich habe ein Englischsprachiges über E-Bay gefunden. Preis war, glaube ich, €30,- . Ich hatte über einem Kawasaki Händler versucht, das Buch zu holen, bekam aber zu hören, dass es das Buch nicht gäbe. Vielleicht ist das für aktuelle Maschinen tatsächlich wahr. Alles Computerbasiert, nur noch digital, usw. . Tatsache ist, das Buch hat eine Kawasaki Ersatzteilnummer hinten drauf, und sollte demnach eigentlich bestellbar sein. Vielleicht kann hier jemand die Nummer für die Deutsche Ausgabe sagen. Meins ist, wie gesagt, Englisch ( meine Muttersprache...). Am sonsten, bei E-Bay suchen...


Hallo audiomick, danke für den willkommensgruß. Ich denke, ich werde nach einem Werkstatthandbuch ausschau halten. Das kann nie schaden. gute Idee
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » Di 3. Nov 2015, 00:26

Ich hab eins in deutsch, und auf Papier, (Spiralbindung) sowie digital.

Und noch eins für die GPz900, (in Buchform) das in weiten Teilen identisch ist. auch in deutsch.

alles was den Motor und Getriebe, ausg. Kardan betrifft ist gleich.
Bremsen zum Großteil auch, Federung bis auf das Anti-Dive system, das es bei der GTR nicht gibt auch gleich,
Reifengrößen sind unterschiedlich, Verkleidung, Koffersystem, und Kardan bzw Kettenantrieb.
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » Mi 4. Nov 2015, 22:27

ralfgtr hat geschrieben:Ich hab eins in deutsch, und auf Papier, (Spiralbindung) sowie digital.

Und noch eins für die GPz900, (in Buchform) das in weiten Teilen identisch ist. auch in deutsch.

alles was den Motor und Getriebe, ausg. Kardan betrifft ist gleich.
Bremsen zum Großteil auch, Federung bis auf das Anti-Dive system, das es bei der GTR nicht gibt auch gleich,
Reifengrößen sind unterschiedlich, Verkleidung, Koffersystem, und Kardan bzw Kettenantrieb.


Hallo Ralfgtr,

klingt gut. WIe kommen wir zusammen ? Ich wäre brennend interessiert.
Bei mir hapert es an den einfachen Dingen: Wie messe ich den Ölstand ohne Peilstab ( :shock:) oder wie weit muss die Wasserkühlung gefüllt sein. So viele kleine Details. Also, das wäre schon super!

Gruss Berni
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » Do 5. Nov 2015, 00:04

Berni, du hast PN.

Ölstand messen ohne Peilstab (sowas wie Peilstab gibts an der Dicken sowieso nicht)

Mopped warmfahren bis auf Betriebstemperatur,
auf den Hauptständer stellen,
Motor aus,
5 Minuten warten,
Ölstand am Schauglas unter dem Einfüllstutzen an der Linken Seite ablesen.

Ergebnis:

Schauglas schwarz = zuviel Öl drin
Schauglas leer = zuwenig Öl
Schauglas unten bis zur Mitte schwarz = korrekter Ölstand (Da sind zwei Markierungen, der Ölstand sollte dazwischen liegen)

54.jpg
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon Eifelgeist » Fr 20. Nov 2015, 07:46

Hi Berni,
die 300 TSD kommen allerdings nicht von ungefähr. Als ich die GTR 1986 gekauft und sie die erste Inspektion hinter sich hatte hörte ich bei ca. 3.500 km ein Rasseln das mit höherer Drehzahl auch dezent lauter wurde. Bei der 5.000 Inspektion wurden dann beide Nockenwellen ausgetauscht (Riefen) und der Steuerkettenspanner.
Ab diesem Ereignis habe ich jeden Winter der GTR einen "Wellness-Monat" gegönnt. Sprich Grundreinigung und Grundcheck. Da stimme ich Ralf was seine Ratschläge betrifft voll zu.
Allerdings vermeide ich beim Fahren zu hohe Drehzahlen oder auch "Vollgastouren". Das geht, aber passt meiner Meinung nach nicht unbedingt zu einer GTR.
In der Regel setzte ich mich drauf und cruise........ .

Gruß
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » So 22. Nov 2015, 02:06

Hallo Eifelgeist,

Da sagst Du etwas gutes...

So langsam komme ich 'rein in die Technik und finde viele kleine Dinge, die nicht i.O. sind.

Ich hatte mich gewundert, das ich den Ölstand nicht sehen konnte. Kein Wunder.... viel zu viel Öl drin. Da hat jemand gedacht, er tut etwas gutes.. usw...

Nach Erkenntnis Nr.6 (ich möchte gar nicht alles aufzählen) habe ich beschlossen, das ich sie vor der ersten größeren Fahrt einer ordentlichen Kur unterziehe. Da ich nicht der erfahrene Schrauber bin und mich erst dorthin entwickeln muss, werde ich erst einmal eine Werkstatt alles durchsehen und auf Fordermann bringen lassen. Ich denke mal, das die letzten 30 Jahre auch nicht ganz spurlos an dem Moped vorbeigezogen sind. Also erst mal Wunden lecken und alles ordentlich machen.

Ich will ehrlich sein: aufgrund meiner mangelnden Erfahrung habe ich noch nicht so kräftig an den Vergasern gezupf. Mir reicht es zügig, aber gemütlich (im Augenblick?). Es ist doch ein Reisemoped. Soll sie haben (ich auch.. )

Gruss
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon audiomick » Mo 23. Nov 2015, 18:32

berni hat geschrieben:...vor der ersten größeren Fahrt einer ordentlichen Kur unterziehe... erst einmal eine Werkstatt alles durchsehen und auf Fordermann bringen lassen.


Sehr vernünftig. Müsste ich mit meiner eigentlich auch mal machen. Ich glaube, alles ist in Ordnung. Ich weiß es allerdings nicht. ;)
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » Mo 28. Mär 2016, 01:00

Bei meinem letzten Beitrag sagte ich noch, "ich gebe mein Moped 'mal in die Werkstatt zur Generalüberholung. "

Nach 4 Wochen stand sie wieder auf dem Hof und fährt nun prima. Alles fitt: Aber ich war erstaunt, was doch alles gemacht werden mußte. Steurkolben in den Vergasern, Bremsanlage komplett neu (oder ist noch eine Schraube alt? ich vermute nicht). Der Motor war in Ordnung, nur "normaler Service", natürlich ein Satz Reifen, neue Batterie usw.... . Also: Kaufpreis mal 4 = fährt gut :D

Ich habe mich heute für Uslar angemeldet und freue mich nun, Euch dort persönlich kennen zu lernen !

Gruss

Berni
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » Mo 28. Mär 2016, 17:39

na da hat aber dein Schrauber gut verdient.

mit etwas technischen Verständnis und Schraubertalent kann man 99% an der Dicken selber warten, und noch dazu wesentlich günstiger, weil dann nichts unnötiges gemacht wird, und auch keine Arbeitsstunden anfallen.
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon berni » Mo 28. Mär 2016, 20:14

Hallo Ralf, da hast Du Recht.

Aber ich habe wenig Erfahrungsschatz auf dem Gebiet. Ich war etwas überrascht. Das meiste war Material. Arbeitsstunden verschwindend gerung. Aber jetzt geht alles. So what. So habe ich ein besseres Gefühl.

Bist Du auch in Uslar?

Gruss
Bernd
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon ralfgtr » Mo 28. Mär 2016, 22:05

ob ich in Uslar bin hängt davon ab, ob ich für den OtP - Traveller ausgewählt werde oder nicht.

wenn ja, dann sollte ich am 12.6. in USA ankommen, das heißt Abflug am 11.6.

Das würd ich niemals schaffen:

Erst zum Treffen fahren (mit Motorrad) dann spätestens am 10 nach Hause (Dornbirn, Vorarlberg)
dann mit der Bahn nach Frankfurt Airport, zum Flug...

Das ist kaum zu schaffen, dazu reicht dann auch mein Urlaub nicht.

Wenn ich NICHT gewählt werde, kann ich meinen Urlaub um eine Woche früher verschieben, und bin zu 90% in Uslar dabei. das werd ich aber kurzfristig entscheiden.
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Re: Grüße aus dem Kahlgrund

Beitragvon audiomick » Mo 28. Mär 2016, 23:54

berni hat geschrieben:...ich habe wenig Erfahrungsschatz ...So habe ich ein besseres Gefühl.


Das ist ja das. ;) Auch der bester Hobbyschrauber hat nicht die Erfahrung, die den Profimechaniker hat. Ich finde es gar nicht verkehrt, eine neu erworbene Maschine einmal in die Werkstatt zu bringen. Als ich meine Moto Guzzi fertig gebaut habe, ist sie auch einmal zum Meister gefahren. Und da wusste ich schon ziemlich gut, wie der Zustand war. Ich habe nämllich so gut wie alle Teile selbst in der Hand gehabt, und den Rest auch noch zerlegt beim Meister gesehen. Der Meister hat die Maschine nochmal geprüft und fein eingestellt, und jetzt habe ich ein besseres Gefuhl. :)
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